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Tennisschool Bryan
Vaughn Bryan
DTB A-Trainer

Ostring 11
59065 Hamm

Tel.: +49 (0)173 2110938


   

Coaches Corner

How you play the game

Alle die mich kennen wissen, dass ich ein sehr ehrgeiziger Mensch bin. Ich gewinne schon sehr gern. Aber Sieg und Niederlage sind nicht immer das Wichtigste. Das sollten wir nie vergessen.

Als eine Spielerin von mir mal einen nicht so optimalen Tag erwischt hat, habe ich noch ruhig auf einer Bank zugeschaut. Ihre Gegnerin war uns sehr bekannt. Die 2 hatten schon oft gegeneinander gespielt. Wer gewinnen würde war immer offen.
Diese Spiele waren mir immer besonders angenehm, weil die Mutter der Gegnerin eine sehr nette ruhiger Zuschauerin war.

„Schreist du Katharina nach dem Spiel an?“
„Katharina? Nö, warum?“
„Weil es so aussieht als würde sie verlieren!“
„Ja, das glaube ich schon. Aber warum soll ich sie anschreien?“
„Keine Ahnung, das macht ihr Trainer doch so, oder? Spieler verliert, Trainer schreit, oder?“
„Strengt Katharina sich an?“
„Ja das macht sie immer.“
„Spielt sie fair? Behandelt sie Niki mit Respekt?“
„Ja, natürlich.“
„Ja warum soll ich sie dann anschreien?“
Die Mutter lächelte, und sagte erleichtert: „Ja. das denke ich auch.“

Ich bin meistens ein relativ gelassener Mensch. Aber es gibt doch die eine oder andere Aktion, die mich völlig aus der Fassung bringen kann:

Ich habe einen meiner besten Herren furchtbar angeschrien als er den Einzug ins Halbfinale der Herren Verbandsmeisterschaft geschafft hat. Er hat gewonnen, aber dabei hatte er 2 von meinen 3 Regeln verletzt!

Mein Big 3s lauten: Ich war selber nicht der beste Tennisspieler als ich klein war (ich habe meine ersten 20 Spiele oder so verloren...) aber ich habe mich immer angestrengt. Als ich schon wieder 6-0, 6-0 verloren habe, sagte ich zu meinen Gegner „Dankeschön“. Er schaute mich an und sagte: „Ja, gut was soll ich machen? Ich habe es nicht schlecht gemeint.“ Ich habe dann erklärt: „Nein ich meine Danke, dass du nicht nur Stopps gespielt hast (ich war etwas pummelig…) oder mich ausgelacht hast. Du hast mich einfach geschlagen. Danke.“ Er grinste und war richtig stolz. „Kein Problem“ sagte er und wir gaben uns noch mal die Hand. Wir sind Freunde geworden während der Uni und der Herrenspiele.

Nicht vergessen: Es ist ein Spiel. Tue alles was möglich ist um zu gewinnen. Das ist der Sinn des Spieles, das ist der Spaß am Ganzen. Und – während deines wilden Versuches, den Sieg zu erringen: Vergiss nicht was wirklich zählt! Dann können wir beide abends gut schlafen. Egal wie das Spiel ausgeht.